(Teil 2)Lauterbachs katastrophale Krankenhausreform – Auch für Elbe-Elbe der Weg in eine verheerende Gesundheitsunterversorgung des ländlichen Raumes

Angenommen, im günstigsten Fall kommt es zum Neubau eines 4. Klinikstandortes in Elbe-Elster und ein Level II Klinik-Standort würde entstehen, so wäre vorerst der Erhalt aller drei anderen Standorte ebenfalls (vorübergehend) gesichert.

Die derzeitigen 3 Standorte würden zu Gesundheitszentren umfunktioniert.

Was heißt das konkret?

Die Versorgung an den 3 Standorten würde sich auf die klassische ambulante Versorgung und ambulant stationäre Versorgung beschränken.

1. bei der Ärztlicher Versorgung – auf Hausärzte/ Facharztpraxen

2.  bei der Pflegerischer Versorgung – auf Kurzzeitpflege, Tagesklinik und ambulanten Pflegedienste

3.  weitere Versorgungsleistungen – auf Therapeutische Angebote, Einzelhandel/ weitere Angebote 

Die ambulant-stationäre Versorgung würde sich auf die regionale Grundversorgung mit Schwerpunkt auf allgemeinärztliche, internistische und andere konventionelle Angebote reduzieren, “natürlich” unter Erhaltung des Facharztstandards beschränken, so Oberender.

Zitat aus Oberender:

“Die Möglichkeit zur medizinischen und pflegerischen Versorgung wäre eventuell auch eine BETTENGEFÜHRTE EINEHEIT.

Um es nach meiner Sicht auf den Punkt zu bringen, wenn wir Glück haben, werden aus den 3 jetzigen Standorten “bessere?” MVZ’ s mit der Tendenz zum Bettenhaus.

Abstellgleis schon vorprogrammiert.

Wie ich schon ausführte und den Ausführungen von Lauterbach im Dezember auf der Bundespressekonferenz dazu zu entnehmen war, müssen diese Häuser nicht einmal mehr von ärztlichem Fachpersonal, sondern können auch von Pflegepersonal geführt werden.

Auch in im Papier der Oberender AG für die Krankenhausstandorte Elbe-Elster ist zu lesen, dass insbesondere der: 

„Personalmangel im ärztlichen und pflegerischen Bereich dazu führen dürfte, dass manche Fachbereiche oder gar Einrichtungen in Zukunft nicht mehr betrieben werden könnten.“

Auch mit Kommunikation und Wertschätzung hält man Personal am Standort

Wer sich in den letzten drei Jahren allerdings in unserem Landkreis an einige Artikel in der Lokalpresse zurückerinnert, wird vielleicht im Kopf behalten haben, dass gerade zwischen Fachärzten an den Standorten des Elbe-Elster Klinikum und seinen angeschlossenen MVZ‘ s, den Berichten nach kein sonderlich gutes Kommunikationsverhältnis mit der Geschäftsführung geherrscht zu haben scheint.

Ende 2021 verließ eine Chefärztin für Radiologie das Klinikum Elbe-Elster und mit ihr auch die einzige Radiologin im Landkreis Elbe-Elster, welche Mammographien durchgeführt hat, um eine adäquate Diagnostik und Nachsorge von Brustkrebspatientinnen leitliniengerecht gewährleisten zu können.

Sie war zuvor Leiterin der Radiologie an einem der drei Krankenhausstandorte. 

Quelle: Pixabay

Als die Ärztin längere Zeit, krankheitsbedingt ausfiel, war man nicht in der Lage dies für die Patienten auch nur teilweise lokal abzufedern, obgleich eine Möglichkeit bestanden hätte. 

Diese prekäre Situation sorgte bei Patienten zu großem Unmut und würde schließlich massiv zum Thema in der damaligen Stadtverordnetenversammlung, in welcher der Geschäftsführer des Klinikums, nach Angaben der Stadträte nur sehr oberflächlich und ausweichend informiert haben soll.

Niedergelassene Ärztin bot dem Klinikum eine Übergangslösung für konventionelles Röntgen an

Hinzu kam, dass sich eine niedergelassene Ärztin, aus der Not der massiven Patientennachfragen heraus dem Klinikum angeboten hatte, einen Teil des konventionellen Röntgens, bis zur Genesung der Chefradiologin übernehmen zu können. 

Über einen Nutzungsvertrag mit dem Klinikstandort, hätte diese durch eine „ausgelagerten Praxisstätte“ einen Teil des „konventionellen Röntgens (ausgenommen Thorax) für die Patienten heimatnah übernehmen können. Wie sie mitteilte, hatte selbst die KVBB dies als vorübergehende Möglichkeit dargestellt.

Nachdem das Klinikum deren Anfragen teils unbeantwortet ließ und die Geschäftsführung auch nicht zu sprechen war, wandte sich die Ärztin an unsere AfD-Kreistagsfraktion, um sich endlich Gehör zu verschaffen.

Da ich für unsere AfD-Kreistagsfraktion als Mitglied im Ausschusses, für Familie, Gesundheit und Soziales bin, versuchte ich Rederecht für die Ärztin zu erwirken, was aber leider nicht angenommen wurde.

Hier in der Niederschrift Sitzung des Ausschuss für für Familie, Soziales und Gesundheit vom 09.11,2020 nachzulesen:

Auszug Niederschrift Sitzung Ausschuss für für Familie, Soziales und Gesundheit vom 09.11,2020

Stattdessen trug ich das Anliegen und die Fakten im Ausschuss selbst vor und bat um sofortige Klärung durch den Dezernenten.

Nach Aussage des Dezernenten wurde uns daraufhin versichert, dass sich der Geschäftsführer gemeldet hätte und zwar sofort, als ich 2 Tage vor der Sitzung eine Anfrage dazu an das Kreistagsbüro geschickt hatte, doch Kontakt zur Ärztin aufgenommen und versprochen, man wolle dies mit ihr besprechen und eine Lösung finden. Auch wollte der Geschäftsführer persönlich im nächsten Ausschuss dazu deailliert informieren.

Siehe Auszug aus Protokoll der Sitzung:

Als ich bei der Ärztin nach 14 Tagen nochmals nach dem Stand der Dinge fragte, wollte die Ärztin dazu nichts mehr sagen, außer, dass es doch nicht zu der Zusammenarbeit kommen wird. Auf meine Frage hin, ob ich dies nochmals dem Kreistag und der Kreisverwaltung antragen solle, meinte sie nur zu mit, dass sie sich bedanke, dass wir uns dafür eingesetzt hätten aber sie wolle von nun an mit der Geschäftsführung des Klinikums absolut nichts mehr zu tun haben. 

Der Notstand für die Patienten, für radiologische Untersuchungen weit und sogar oft außerhalb des Landkreises fahren zu müssen, blieb allerdings noch lange erhalten, da die Chefärztin der Radiologie krankheitsbedingt weiter ausfiel.

Nach ihrer Genesung verließ die Chefärztin der Radiologie das Klinikum Ende des Jahres 2021 überraschend, um 2022 eine eigene Praxis in derselben Stadt im Landkreis zu eröffnen. 

Ob dies tatsächlich notwendig gewesen wäre, konnte man in einem Artikel zu einem Interview mit der Ärztin durch die Lokalpresse lesen: 

„Arbeitsumgebung mangelhaft…“. 

Ich denke, es sollte jedem klar sein, dass eine eigene Radiologische Praxis, mit den dazugehörigen technischen Gerätschaften einen erheblichen Kostenaufwand mit sich bringt, der sich erst in mehreren Jahren amortisieren kann. 

Ein Schritt, den man kaum tätigt, wenn das Umfeld und die Arbeitsbedingungen bei einem Arbeitgeber tatsächlich stimmig sind.

In dem Artikel der Lokalpresse war zu lesen, dass es eine schlechte, bis teils überhaupt keine Kommunikation mehr mit der Geschäftsführung gegeben habe.

Zitat: „Ich habe den Geschäftsführer mehr als einmal um eine unterstützende Stelle gebeten – Aber ich erhielt keine Rückendeckung“

„Am Ende habe die Geschäftsführung der Klinik Entscheidungen für die Abteilung über ihren Kopf hinweg getroffen…“. 

Zudem war man, wie sie zitiert wurde, kamen immer mehr bauliche Mängel hinzu

Quelle: Artikel Lausitzer Rundschau

Auch an anderen Standorten Kommunikationsprobleme?

An einem anderen Standort platzte widererwartend eine angedachte Schmerztherapiepraxis durch einen langjährigen und angesehenen Facharzt und Notfallmediziner (nach Angaben des Arztes hatte es sogar schon konkrete Verhandlungen dazu gegeben und es hätte wohl sogar auch schon Räumlichkeiten am Standort zur Verfügung gestanden, die man dafür hätte nutzen können). 

Zur Erklärung – eine Schmerztherapiepraxis ist für jeden Landkreis in der medizinischen Versorgung eigentlich ein Segen.

Solche Schmerztherapiezentren, mit einem gut ausgebildeten Facharzt, sind so selten und wertvoll, wie Goldstaub.

Ob dieser Arzt vielleicht in „Ungnade“ gefallen war?

Nachdem er ein privates Video veröffentlicht hatte, in dem er darauf hinwies, dass ihm bei seiner Arbeit, während der Pandemie, bei Geimpften immer wieder gesundheitliche Auffälligkeiten untergekommen waren, die es eigentlich nicht hätte geben dürfen? 

Der Arzt appelliert im Video an Kollegen aber auch an die Patienten selbst, sich genauer zu informieren, gerade im Bezug auf das Impfen von Kindern und Jugendlichen. 

Ein mutiger Schritt, der ihm auch viel Anerkennung, von vielen seiner Kollegen einbrachte, die ihm allerdings auch oft vertraulich schrieben, dass sie sich dies aus Angst vor Repression nicht trauen würden, obgleich ihnen diese „Ungereimtheiten“ nach Impfungen ebenfalls aufgefallen sind.

Wie wir heute wissen, waren und sind diese Bedenke auch mehr als berechtigt, denn die STIKO hatte unlängst ihre Impfempfehlung für gesunde Kinder korrigiert: “ Das Gremium begründet den Schritt mit der „Seltenheit schwerer Verläufe“.

Dies war allerdings auch während der Pandemie schon bekannt und somit gründete deren frühere Empfehlung sicherlich auf dem Druck durch die Politik (womit wieder die Inkompetenz von Lauterbach ins Spiel kommt)

Bisherige STIKO-Empfehlung: Für gesunde Fünf- bis Elfjährige sah die Empfehlung eine Corona-Impfstoffdosis vor, für Zwölf- bis 17-Jährige eine Grundimmunisierung plus eine Auffrischimpfung“

Es gibt hier noch viel aufzuarbeiten…, sehr viel.

Der Videoclip des Arztes ging damals viral

Dadurch bekam natürlich auch die Lokalpresse davon Wind und verunglimpfte den Arzt in einem hetzerischen Artikel dermaßen, dass ich persönlich nicht umhin kam dem eine Gegendarstellung entgegenzusetzen. Diese wurde natürlich nicht in der Lokalpresse veröffentlicht. 

Dafür aber hier zu lesen, mit dem Originalvideo:

Der Reporter der Lokalpresse versuchte ihm die Kassenärztliche Vereinigung auf den Hals zu hetzen und wie im Artikel zu lesen war, hetzte dieser (man kann den Schreibstil nicht anders nennen) Boulevardpresse-Reporter wohl auch die Geschäftsführung gegen den Arzt auf, die (so der Artikel) versprach, zu prüfen, ob das Video in den Räumlichkeiten des Klinikums gemacht worden wäre. Wenn dies der Fall wäre, so wolle man sich in diesem Fall rechtliche Schritte vorbehalten. 

Doch man konnte dem Arzt kein Fehlverhalten nachweisen, trotzdem…

Ob nun aus diesem Grund oder nicht, die Schmerztherapiepraxis war scheinbar für die Geschäftsführung kein Thema mehr, obgleich schon einige Fäden dafür gezogen worden waren, darunter die Genehmigung zur Nebentätigkeit durch die Geschäftsführung des Klinikums, sowie eine Zustimmung der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB). 

Nach Angaben des Arztes, erfuhr dieser überraschend erst durch einen Anruf der Kassenärztlichen Vereinigung, die wissen wollte, wann genau er denn seine Tätigkeit dahingehend beendet hätte davon. Auf die Frage, wie die KVBB darauf käme, diese beendet zu haben und er erklärte, dass er diese noch nicht einmal aufgenommen hätte, wurde ihm mitgeteilt, dass die Geschäftsführung des Klinikums seine Genehmigung für die Nebentätigkeit widerrufen hätte. 

Nach Angaben des betreffenden Arztes, sah es die Geschäftsführung nicht einmal für nötig an, ihn darüber in Kenntnis zu setzen. Auch verlängerte man seinen Vertrag als Notarztbesetzung für den Bereich Rettungseinsätze kurzfristig nicht mehr.

Damit verlor mit ihm das Klinikum Elbe-Elster einen Anästhesisten, Notfallmediziner und auch Schmerztherapeuten, den man hätte haben können.

Auch in den MVZ‘ s gab es Frust

Ein weiteres Beispiel betraf eine angeschlossene Allgemeinarztpraxis der MVZ’ s unter Leitung des Klinikums Elbe-Elster, in dem eine vielseitig qualifizierte Allgemeinärztin tätig war.

Diese warf nach gut einem Jahr das Handtuch und kehrte dem MVZ enttäuscht den Rücken.

Wieder waren es scheinbar Kommunikationsschwierigkeiten mit der Geschäftsführung, die damals in der Presse genannt wurden.

Diese Ärztin kehrte zu ihren Patienten allerdings auch wieder zurück, als die Praxis nicht mehr unter Führung des Elbe-Elster Klinikums stand und ist heute immer noch so geschätzt von ihren Patientinnen und Patienten, wie zuvor.

Personalfluktuation darf keine Geheimniskrämerei sein

Dass die Personalfluktuation, gerade in den letzten drei Jahren im Klinikum Elbe-Elster sehr hoch gewesen sein soll, nicht nur im Bereich von ärztlichem Personal, sondern auch Personal im Pflegebereich, wurde von der Geschäftsführung immer wieder als unrichtig abgetan.

Im Ausschusses für Familie, Soziales und Gesundheit, gab es mindestens einmal im Jahr einen Besuch des Geschäftsführers des Klinikum Elbe-Elster, bei dem er über den Stand der Dinge im Klinikum berichtete. 

2021 mussten wir, die Mitglieder des Ausschusses und Abgeordneten des Kreistages jedoch erstmals um einen persönlichen Bericht des Geschäftsführers ersuchen. Dies umso mehr, da das Klinikum in diesem Jahr mehrfach in der Lokalpresse kritisiert worden war. 

Auch traten vielen Bürgern an uns Abgeordnete heran und kritisierten fehlende medizinische Versorgung und weite Wege zu anderen Kliniken, wegen der defizitären Versorgung.   

Doch trotz des Versprechens, seitens des Geschäftsführers erschien dieser, weder in der kommenden Sitzung, obgleich auf der Tagesordnung, krankheitsbedingt( was ja sein kann und verständlich ist.

Aber auch zur nachfolgenden Sitzung, obgleich ebenfalls auf der Tagesordnung, erschien der Geschäftsführer wieder nicht.

Dieses mal allerdings, weil er, nach Aussagen des Dezernenten der Kreisverwaltung ganz überraschend URLAUB hatte.

Nach mehreren vergeblichen Anläufen, den Geschäftsführer des Klinikums dazu zu bewegen uns in einer Sitzung zu informieren, stellten die Fraktionen einen Fragenkatalog zusammen und forderten die Geschäftsführung auf, diese umgehend zu beantworten.

Daraufhin rügten der Landrat und auch der Aufsichtsrat des Klinikums diese Art und Weise der Fragestellung unsererseits, und wies daraufhin, dass der Geschäftsführer den abgeordneten keine Rede und Antwort stehen müsse.

Dies löste eine heftige Diskussion im Ausschuss aus sodass wir, als gewählte Vertreter der Bürger unseres Landkreises beinahe genötigt sahen, eine Berichterstattung notfalls über kommunales Recht einzufordern.

Schließlich ist der Kreis Elbe-Elster Mitgesellschafter des Klinikums und damit der Kreistag berechtigt informiert zu werden.

Sondersitzung (nicht nur) unter Ausschluss der Öffentlichkeit – Geschäftsführer erscheint nicht zur Sitzung

Schlussendlich wurde vom Landrat selbst dazu eine Sondersitzung einberufen. In dieser wurden wir allerdings abermals nicht durch den Geschäftsführer, sondern durch den Landrat informiert und unsere Fragen beantwortet. 

Abwesenheit des Geschäftsführers – Für mich persönlich eine Missachtung unseres Gremiums

Zu dieser Sitzung wurden allerding sogar die „Sachkundigen Bürger“ die jede Fraktion in die Ausschüsse wählen kann ausgeschlossen, da diese nicht die erweiterte Schweigepflicht über „Nichtöffentliche Themen“ besäßen, wie wir Abgeordnete.

Eine Art und Weise von Geheimniskrämerei die damals jeglicher Beschreibung spottete und für die Öffentlichkeit und die Presse weiteren Raum für Spekulationen bot.

Übrigens empfanden nicht alle Mitglieder des Kreistages diese Sondersitzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit, als unangebracht. 

Die Fraktion der CDU, zum Beispiel hatte sich gar nicht am Fragenkatalog beteiligt, den wir zuvor vom Ausschuss für Soziales, Familie und Gesundheit an das Klinikum gestellt hatten. Ganz im Gegenteil, man äußerte damals sogar noch im Aufsichtsrat des Klinikums Unverständnis unserer Fragestellung gegenüber und verwies darauf, dass jede Fraktion mit einem Mitglied im Aufsichtsrat vertreten sei und man sich diese Informationen dort beschaffen könne.

Sinn und Zweck, war aber gerade die öffentliche Beantwortung der gestellten Fragen an die Geschäftsführung des Klinikums

Denn wir als gewählte Abgeordnete sind unseren Wählern verpflichtet und nicht dem Landrat, der Kreisverwaltung oder der Geschäftsführung des Klinikums.

Eine Auswahl an Fragen unserer Fraktion hier (die Antworten waren allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit, daher hier nicht öffentlich):

Sicher gibt es, so wie in jedem Unternehmen auch Unstimmigkeiten, persönliche Forderungen oder unterschiedliche Ansichten, die zwischen Geschäftsführung und Angestellte nicht immer leicht zu lösen sind und bei denen manchmal auch eine Trennung unvermeidbar ist. 

Doch die oben genannten Beispiele sind nur einige, die das ärztliche Personal betreffen.

Aber auch und gerade im Pflegebereich gab es Fluktuationen, die man sich im Klinikum Elbe-Elster nicht leisten kann. 

Die Art und Weise der Geschäftsführung des Klinikums sollte im Bezug auf die Bindung von Personal, ganz gleich auf welcher Ebene schleunigst überdacht werden, um nicht noch mehr Ärzte und Pflegepersonal zu verlieren, denn mit der neuen Reform wird man kein Fachpersonal mehr an Standorten halten, die durch das Raster der Level II und III fallen.

Laut Oberender fehlen schon heute an allen drei Standorten mindestens 16 Vollzeitkräfte im ärztlichen dienst und mindestens 34 Vollzeitkräfte im Pflegedienst.

Fakt ist, dies bestätigten mir Mitarbeiter des Klinikums und dies förderte auch die Analyse von Oberender auch zutage, es gibt an keinem der Standorte des Klinikums im Landkreis eine zertifiziert Stroke Unit (eine auf die schnelle Behandlung von Patienten mit Schlaganfall oder Verdacht auf Schlaganfall spezialisierte Abteilung eines Krankenhauses) oder ein 24h-Herzkatheterlabor.

Deshalb werden 74 % der Schlaganfallpatienten und 71 % der Patienten mit einem Herzinfarkt in eben andere Landkreise, zum Beispiel Meißen oder Senftenberg verbracht werden müssen.

Einzig der Standort Elsterwerda besitzt eine Art „Stroke Unit – Light“, wenn es so etwas gibt, wo man rund 26 % der Schlaganfälle und 29 % der Herzinfarkte versorgt, aufgrund mangelnder Alternativen, denn „Zeit ist Leben“, in diesem Fall. Oft werden diese Patienten aber später weiter verlegt. 

Allerdings bekommt nicht jeder Patient, der einen Herzinfarkt erleidet auch zwangsläufig einen Herzkatheter, sodass auch eine Verlegung nicht unbedingt immer nötig ist.

Mitarbeiter des Klinikums bestätigten aber, dass es diese medizinischen Angebote mehr oder weniger schon gegeben habe. 

Fluktuation des Personals und mangelhafte, bis gar keine Aus- und Weiterbildung von ärztlichem und pflegerischem Personal, stagnierende Aus- und Neubauprojekte in der Vergangenheit

Die zuvor schon angesprochene Fluktuation des Personals und mangelhafte, bis gar keine Aus- und Weiterbildung von ärztlichem und pflegerischem Personal habe aber dafür gesorgt, dass die Grundlagen, für eine Zulassung, beziehungsweise Zertifizierung nicht mehr gegeben waren und sind.

Fördern und Fordern ist die Devise.

Und auch dies kann zu einer Abwanderung von ärztlichem und pflegerischem Personal beitragen, denn gerade im Bereich Aus- und Weiterbildung heißt Stillstand gleich Verlust.

Auch geplante Bauprojekte wurden nicht realisiert

Am Standort Elsterwerda wurde 2018 durch den Aufsichtsrat und die Klinikleitung vollmundig verkündet, dass man einen Anbau/Neubau in der angrenzenden Friedrich-Jage-Straße präferieren würde. 

Getan hat sich seither NICHTS

Auch am Standort Finsterwalde, dessen Seitenansicht zum Teil, wie eine Bauruine anmutet, seitdem die alte Gynäkologische Abteilung abgerissen wurde, war 2020 ein neuer Anbau geplant, auf den man bis heute hoffte. 

Und nun scheinbar auch vergeblich weiter hofft.

Wie man sehen kann, sind die Fehler der Vergangenheit, die direkten Folgen für die Zukunft, die nun gänzlich für den ländlichen Raum in der Luft hängt.

Lauterbachs Ansinnen wird das Gesundheitssystem, nicht nur in Elbe-Elster ruinieren, doch anstatt sich gegen diese Pläne zu wehren, BEVOR sie umgesetzt werden, lässt man es geschehen.

Und später werden wieder andere die Scherben aufzusammeln müssen und die Verantwortlichen werden sagen:

„DAS KONNTEN WIR JA NICHT WISSEN…“ – So wie seit Jahren, in dieser fehlgeleiteten Politik.

Lest weiter in Teil 3:

Euer Matze Lentzsch

Teil 1: https://www.matzelentzsch.blog/2023/05/04/teil-1lauterbachs-katastrophale-krankenhausreform-auch-fuer-elbe-elbe-der-weg-in-eine-verheerende-gesundheitsunterversorgung-des-laendlichen-raumes/


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